Da steht er in des Fährmanns Kahn,
nackt wie er ist in seinem Wahn,
den trüben Blick nach vorn gerichtet,
dem Heldenmythos streng verpflichtet.
Poussiert mit seiner Männlichkeit,
wo ist sie hin, die HERRlichkeit? Götterdämmerung weiterlesen →
Wenn altes und neues Gradierwerk in Bad Rothenfelde alle zwei Jahre zur zentralen Projektionsfläche von mehr als 50 Beamern werden, ist mit der Projektions-Biennale wieder große Kunst im kleinen Kurort zu sehen. Das muss man sich als Kommune erst einmal leisten können. Denn leider ist die Finanzierung des engagierten Projektes ungesichert. Unter Umständen war die im Februar 2018 zu Ende gegangene Biennale das letzte Projektions-Großereignis auf internationalem Niveau in Bad Rothenfelde. lichtsicht 6 weiterlesen →
In seiner großformatigen Panoramaprojektion »More Sweetly Play the Dance« zeigt der südafrikanische Künstler William Kentridge eine Prozession schattenhafter Figuren, begleitet von den Klängen einer Brass-Band.
William Kentridge in Bad Rothen… – wo??? William Kentridge (und 19 andere Künstlerinnen und Künstler) in Bad Rothenfelde zur Projektions-Biennale „lichtsicht“. Der Kurort am Rande des Teutoburger Waldes mit der vermutlich höchsten Klinikdichte in ganz Niedersachsen, der Kurort mit dem merkwürdigen Charme einer Gründerzeitarchitektur in Verbindung mit der bleichen Sterilität der therapeutischen Inneneinrichtung aus den 1970er Jahren, ist mit der „lichtsicht 6“ wieder zum Aufführungsort im Wortsinne großer Kunst geworden. lichtsicht 6 – Erweiterte Projektionen weiterlesen →
Für die Skulptur Projekte Münster 2017 haben 35 Künstler_innen den öffentlichen Raum im beschaulichen Münster strukturiert, markiert, sogar augmentiert und neu erschaffen.
Einen Aufschrei in der Bevölkerung – wie noch zu ihren Anfangszeiten vor 40 Jahren – haben sie nicht provoziert. Worin aber liegt die Bedeutung der künstlerischen Positionen aus dem Jahr 2017? Die Antwort steht noch aus.
Der Kölner Hauptbahnhof ist ein verrottetes Nadelöhr, das einen nie unversehrt entlässt. Dysfunktionalität und Improvisation auf allen Gleisen, und wer das als Pendler nicht akzeptiert, den bestraft der Alltag mit Wahnsinn. Jeder Berufspendler wird deshalb auch bestätigen, dass der folgende Auszug aus meinem Transit-Protokoll symptomatisch ist, nicht nur für den Sommer 2013. Mein Leben im Transit weiterlesen →
Wenn alle Jahre wieder „zwischen“ den besinnlich-besinnungslosen Jahren der emotionale Overkill droht, hilft zur Bereinigung des Gefühlshaushaltes ein kurzer Blick zurück auf Michael Deans Beitrag Tender Tender zu den Skulpturprojekten 2017 in Münster.
Kürzlich habe ich ein Päckchen „Handmade Chocolate“ von der Deutschen Bahn erhalten. In dem Begleitschreiben spricht der Marketingchef im Namen des gesamten Vorstands der DB Fernverkehr AG sein Bedauern darüber aus, dass ich „am 22. Juni 2017 im ICE 542/ICE552 vom Unwetter über Norddeutschland so außerordentlich stark betroffen“ war und entwickelt sogar Empathie:„Handmade Chocolate“ von der Deutschen Bahn AG weiterlesen →
Wie man ein komplexes Thema leicht verdaulich und unterhaltsam am Sonntagvormittag präsentiert, hat Moderator Matthias Kremin beim West ART Talk im Depot 2 des Schauspiel Köln gezeigt. Der Zuschauer erfuhr zwar einiges über die unfreien Lebensumstände eines Julian Assange, wenig jedoch darüber, wie frei der digitale Mensch tatsächlich ist.Gefangen im Netz – Wie frei ist der digitale Mensch? weiterlesen →